Flucht in eine neue Welt

15. März 2016 19.30 Uhr
VHS Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum - Cäcilienstraße 29-33, 50672 Köln-Neumarkt

Sprechen wir über globale Migration und ihre Ursachen, diskutieren wir über Willkommenskultur und offenen Rassismus und suchen wir nach politischen Antworten auf die gegenwärtigen Umwälzungen.
Beginn mit Musik - ab 22 Uhr Ausklang mit Brezeln & Getränken

Das Podium:
Den Blick über den EU-Stacheldraht übernimmt Thomas Gebauer von medico international. Britta Rabe von Watch the Med Alarm Phone beobachtet die Fluchtrouten. Diesseits der Grenze treffen sie den Journalisten Georg Restle vom WDR-Magazin Monitor. Gemeinsam mit einem Vertreter der Internationalen Flüchtlingskonferenz in Hamburg analysieren sie die europäische und deutsche Asylpolitik. Und werden darin begleitet von der Historikerin Muriel Gonzales, die beobachtet, wie rechtsextremistische Positionen in der Mitte der Gesellschaft populär werden.
Moderation: Albrecht Kieser und Birgit Morgenrath

... Die alte Welt scheinbar stabiler nationaler Grenzen verschwindet unwiderruflich. Kapital- und Warenströme der Global Player scheren sich schon lange nicht mehr um sie. Nun macht auch die weltweite Migration vor Abschottungen und Zäunen keinen Halt mehr. Denn der Gewinn der einen wird zum Lebensrisiko der anderen.

Die Geflüchteten erzählen von nicht enden wollenden Kriegen und vom kapitalistischen Eigennutz, der Armut wie am Fließband produziert, von der Zerstörung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen, vom Zerfall jeder sozialen Ordnung, von erlittenem Rassismus und Sexismus; Zustände, die sich weltweit, auch in den Ländern des globalen Nordens, ausbreiten und zum Teil hier ihre Wurzeln haben.

Diese Missstände können gemeinsam aufgedeckt und bekämpft werden - damit die neue Welt anders wird: offener, vielfältiger, freier, solidarischer und gerechter.

Im Ankommen der Flüchtlinge und in der breiten gesellschaftlichen Unterstützung, die sie erfahren, gibt es Momente dieser Vision. Ob ihr Ende in der Kölner Silvesternacht eingeläutet wurde, hängt auch davon ab, ob die Zivilgesellschaft den politischen Scharfmachern jetzt etwas entgegensetzt. Denn unter dem Vorwand, Frauen schützen zu wollen, soll die Maxime der Flüchtlingspolitik: ‚Abschotten-Ausgrenzen-Abschieben‘ erneut verschärft werden.

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