Polizeigewalt gegen AktivistInnen

Der Besuch der Flüchtlinge aus Berlin (Refugees' Revolution Bus Tour, s.u.) in Köln eskalierte mit einem Polizeieinsatz in der Geisselstraße in Köln-Ehrenfeld, wo eine Flüchtlingsunterkunft nicht betreten werden durfte.

19 Personen, Flüchtlinge und Unterstützer, wurden zum Polizeipräsidium in Kalk gebracht und sind dort bis 23 Uhr trotz Einschaltung von Anwälten noch immer festgehalten, lediglich 1 Person wurde nach dem momentanen Informationsstand (23.50h) eben freigelassen. Die Informationen durch die Polizei sind entweder irreführend oder Einsatzleiter nicht erreichbar, Presse wird nicht eingelassen oder hingehalten. Mindestens drei der festgehaltenen Personen wurden verletzt, eine davon angeblich zweimal in das Evangelische Krankenhaus in Kalk transportiert.

Am Montag, den 11.3., also morgen, um 10 Uhr findet eine Pressekonferenz im Allerweltshaus, Körnerstr.77, statt, wo über aktuelle Entwicklungen und die Ziele der Flüchtlingstour durch Deutschland informiert wird. Wer sich ein genaueres Bild über die Ereignisse machen möchte, sollte dorthin kommen.

Gabriele Metzner, kein mensch illegal Köln

Tel. 0170 20 59 443

 

Letzte Pressemeldung:

REFUGEES' REVOLUTION BUS TOUR Protestierende Flüchtlinge besuchen Köln am 10. und 11. März

*** Protestkundgebung *** Sonntag, 10. März, 17.30 Uhr - 18.30 Uhr Vor dem Hauptbahnhof Köln

*** Pressekonferenz ***: Montag, 11. März, 11 Uhr Allerweltshaus, Körnerstraße 77-79, 50825 Köln-Ehrenfeld

Seit März 2012 haben sich Protestcamps von Flüchtlingen in ganz Deutschland verbreitet. Flüchtlinge haben die Residenzpflicht gebrochen und sind über 600 km von Würzburg nach Berlin marschiert. Seit der Ankunft in Berlin gibt es ein Camp auf dem Oranienplatz in Kreuzberg, begleitet von Demonstrationen, Botschaftsbesetzungen und Hungerstreiks.

22 Städte, 3000 Kilometer: Unter dem Namen »Refugees' Revolution Bus Tour« sind vom 26. Februar bis zum 20. März Flüchtlinge auf Protestfahrt durch Deutschland. Aus ihrem Aufruf:

"Um Erfahrungen auszutauschen, unsere gemeinsame Angst zu überwinden und zu beginnen, gemeinsam zu kämpfen, wird am 26. Februar die „Refugee Revolution Bus Tour“ vom Oranienplatz in Berlin starten. Drei Wochen lang werden wir in verschiedenen Bundesländern verschiedene Lager besuchen, um über die Proteste zu informieren und euch alle, die Flüchtlinge und Asyl Suchende, einzuladen, an der großen Demonstration in Berlin am 23. März teilzunehmen. Wir rufen euch auf, gemeinsam mit uns Hand in Hand gegen unmenschliche Gesetzte aufzustehen! -Abschaffung der unmenschlichen Abschiebe-Gesetze! - Alle Flüchlingsheime schließen! - Residenzpflicht abschaffen!"

Weitere Informationen: refugeesrevolution.blogsport.de und Flyer im Anhang

Bustour-Kontakt & Presse: Tel. 0152 /16758096

Unterstützung in Köln:

agisra e.V. - Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen, Flüchtlingsrat Köln e.V., Kölner Netzwerk "Kein Mensch ist illegal"